DECO TREND GUIDE

 

Architekt Thomas Mang in DECO HOME – als Experte für die Gestaltung von Terrassen- und Gartenbereichen.

 

Aus der Sicht des Architekten spricht der Interior Designer über die richtige Komposition von Outdoormöbeln, Stoffen und Accessoires unter freiem Himmel.

 


 

Hat sich die Terrassen- und Gartengestaltung verändert?

Ja, der Außenbereich hat in den letzten Jahren einen ganz neuen Stellenwert entwickelt. Die Pandemie und die warmen, langen Sommer haben bei vielen den Wunsch nach einer Erweiterung des Lebensraums ins Freie geweckt.

Ein Bereich, der bisher in Deutschland immer ein wenig vernachlässigt wurde. Der aber meiner Ansicht nach genauso viel Aufmerksamkeit verdient wie die Räume im Inneren des Hauses.

 

Was wünschen sich die Kunden konkret?

Das Hauptanliegen ist oft, funktionale Zonen zu schaffen: ein schöner Essbereich, eine Lounge, vielleicht eine Feuerstelle – Rückzugsorte in der Natur, an denen man mit Freunden zusammenkommt oder sich entspannt.

Und warum sollen diese Orte nicht auch wohnlich sein? Dafür eignen sich Stoffe in Form von Kissen und Polstern genauso wie Vorhänge. Die haben im Außenbereich für mich immer noch etwas Überraschendes, weil man sie nicht so oft sieht.

Outdoor-Teppiche sind ein genauso großes Thema. Außerdem rate ich, bei Gartenmöbeln verschiedene Hersteller zu kombinieren. Durch die Vielfalt der Materialien entsteht dann ein gemütlicher Gesamteindruck.

 

Was sind das für Stoffe, die draußen zum Einsatz kommen?

Viele Hersteller verwenden mittlerweile hochtechnisierte Fasern für ihre Outdoor-Kollektionen. Die Stoffe sind unkompliziert im Handling, abwaschbar und unempfindlich gegen Sonnenlicht.

Man könnte sie im Grunde draußen lassen, aber natürlich sind die Polster bei schlechtem Wetter besser geschützt, wenn sie abgedeckt werden.

Und unbedingt auf hochwertige, outdoor-taugliche Füllungen achten. Denn der beste Stoff bringt nichts, wenn darunter die Füllung schimmelt.

 

Extratipps für mehr Atmosphäre?

 

Die richtige Beleuchtung, auch für draußen. Eher weniger Lichtintensität, nicht mehr als 2700 Kelvin, dann erscheint alles in einem schönen, warmen Licht.

 

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